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    marche23. August 2026

    Hauptwohnsitz oder Zweitwohnsitz in Luxemburg: was sich ändert

    Signiert Michael EiresVeröffentlicht 23. August 2026· 6 min
    Hauptwohnsitz oder Zweitwohnsitz in Luxemburg: was sich ändert
    Hauptwohnsitz oder Zweitwohnsitz in Luxemburg: was sich ändert
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    ( Das Wesentliche )

    In Luxemburg ist der einer Immobilie zugewiesene Status — Hauptwohnsitz, Zweitwohnsitz oder Anlageobjekt — keine reine Formsache: Er bestimmt unmittelbar den Zugang zum Bëllegen-Akt-Steuervorteil, die zulässige Beleihungsgrenze (bis zu 100 % gegenüber 80 %) und die steuerliche Behandlung von Einkünften oder Wertsteigerungen. Diesen Status bereits zu Beginn eines Kaufprojekts zu klären, erspart spätere kostspielige Anpassungen.

    ( Kernpunkte )

    1. 01Der Bëllegen Akt (Steuergutschrift auf Registrierungsgebühren) ist dem Kauf eines Hauptwohnsitzes vorbehalten — er gilt weder für einen Zweitwohnsitz noch für ein Anlageobjekt.
    2. 02Die Beleihungsgrenze nach CSSF-Verordnung 20-08 variiert je nach Status: bis zu 100 % für Ersterwerber eines Hauptwohnsitzes, 90 % für andere Käufer eines Hauptwohnsitzes, 80 % für ein Anlageobjekt.
    3. 03Ein Zweitwohnsitz bringt nicht dieselben Steuerrechte mit sich wie ein Hauptwohnsitz, insbesondere bei der Absetzbarkeit von Darlehenszinsen.
    4. 04Mieteinnahmen aus einer vermieteten Immobilie sind steuerpflichtig und müssen angegeben werden, mit einer steuerlichen Behandlung, die sich von einer vom Eigentümer selbst bewohnten Immobilie unterscheidet.
    5. 05Der beim Kauf angegebene Status muss der tatsächlichen Nutzung der Immobilie entsprechen — eine spätere Prüfung kann einen zu Unrecht erhaltenen Steuervorteil infrage stellen.

    Ein Status, der nicht nur eine Formalität ist

    Beim Immobilienkauf in Luxemburg muss der der Immobilie zugewiesene Status — Hauptwohnsitz, Zweitwohnsitz oder Anlageobjekt — von Anfang an festgelegt werden. Diese Wahl ist keineswegs nebensächlich: Sie bestimmt unmittelbar den Zugang zu bestimmten Steuervorteilen, die von den Banken gewährte Beleihungsgrenze und die steuerliche Behandlung künftiger Einkünfte oder Wertsteigerungen.

    Der Bëllegen Akt, dem Hauptwohnsitz vorbehalten

    Die Steuergutschrift Bëllegen Akt, die Registrierungs- und Umschreibungsgebühren um bis zu 45.000 € pro Käufer (90.000 € für ein Paar) senkt, ist ausschließlich dem Kauf eines Hauptwohnsitzes vorbehalten. Ein Zweitwohnsitz oder eine zur Vermietung bestimmte Immobilie hat darauf keinen Anspruch — ein Punkt, der von Anfang an ins Gesamtbudget des Erwerbs einzubeziehen ist, da der Unterschied bei den zu zahlenden Gebühren erheblich sein kann.

    Eine je nach Nutzung unterschiedliche Beleihungsgrenze

    Die CSSF-Verordnung 20-08 regelt die von den Banken gewährte Beleihungsgrenze je nach Status der Immobilie: bis zu 100 % für Ersterwerber eines Hauptwohnsitzes, 90 % für andere Käufer eines Hauptwohnsitzes und 80 % für ein Anlageobjekt. Dasselbe Kreditnehmerprofil kann somit je nach Art des Vorhabens eine deutlich unterschiedliche Finanzierungskapazität aufweisen.

    Zweitwohnsitz: andere Steuerrechte

    Ein Zweitwohnsitz, der nur gelegentlich genutzt wird, ohne dort gewöhnlich zu wohnen, genießt nicht dieselben Steuerrechte wie ein Hauptwohnsitz — insbesondere bei der Absetzbarkeit von Darlehenszinsen, deren Obergrenzen und Bedingungen auf den Hauptwohnsitz des Steuerpflichtigen ausgelegt sind. Dieser Punkt sollte im Vorfeld mit einer Steuerberatung geklärt werden, falls das Vorhaben noch zwischen beiden Nutzungen schwankt.

    Anlageobjekt: zu deklarierende Einkünfte

    Wird eine Immobilie vermietet, stellen die erzielten Mieteinnahmen steuerpflichtiges Einkommen dar, das nach anderen Regeln zu deklarieren ist als bei einer vom Eigentümer selbst bewohnten Immobilie. Diese steuerliche Dimension sollte bereits in der Rentabilitätsberechnung beim Kaufprojekt berücksichtigt werden, nicht erst im Nachhinein entdeckt werden.

    Konsistenz zwischen angegebenem Status und tatsächlicher Nutzung

    Der beim Kauf angegebene Status muss über die Zeit mit der tatsächlichen Nutzung der Immobilie übereinstimmen. Ein auf Basis des Hauptwohnsitz-Status erhaltener Steuervorteil für eine Immobilie, die letztlich nur gelegentlich genutzt oder vermietet wird, kann bei einer Prüfung infrage gestellt werden. Bei Unsicherheit über den für Ihr Vorhaben passenden Status hilft eine Steuer- oder Notarberatung, die Frage vor der Unterzeichnung zu klären.

    Begleitung durch EIRES Real Estate

    Ob Ihr Vorhaben einen Hauptwohnsitz, einen Zweitwohnsitz oder ein Anlageobjekt betrifft: EIRES Real Estate begleitet Sie bei der Budgetplanung und der Finanzierung mit den Banken vor Ort — mit voller Transparenz über die jeweiligen Auswirkungen jedes Status.

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    ( Häufige Fragen )

    Was unterscheidet einen Hauptwohnsitz von einem Zweitwohnsitz in Luxemburg?

    Der Hauptwohnsitz ist die tatsächlich gewöhnlich vom Eigentümer bewohnte Immobilie. Ein Zweitwohnsitz ist eine zusätzlich zu diesem Hauptwohnsitz gehaltene Immobilie, die nur gelegentlich (Wochenenden, Ferien) genutzt wird, ohne dort gewöhnlich zu wohnen.

    Gilt der Bëllegen Akt für einen Zweitwohnsitz?

    Nein. Die Steuergutschrift Bëllegen Akt auf Registrierungs- und Umschreibungsgebühren ist dem Kauf eines Hauptwohnsitzes vorbehalten — sie gilt weder für einen Zweitwohnsitz noch für ein Anlageobjekt.

    Ändert sich die Beleihungsgrenze je nach Status der Immobilie?

    Ja. Die CSSF-Verordnung 20-08 sieht bis zu 100 % Finanzierung für Ersterwerber eines Hauptwohnsitzes vor, 90 % für andere Käufer eines Hauptwohnsitzes und 80 % für ein Anlageobjekt.

    Wie werden Einkünfte aus einer vermieteten Immobilie besteuert?

    Mieteinnahmen sind steuerpflichtig und müssen angegeben werden — ihre steuerliche Behandlung unterscheidet sich von der einer vom Eigentümer selbst bewohnten Immobilie. Eine Steuerberatung wird empfohlen, um Ihre Situation genau einzuschätzen.

    Kann der Status einer Immobilie nach dem Kauf geändert werden?

    Die tatsächliche Nutzung einer Immobilie kann sich ändern, doch der beim Kauf angegebene Status muss dieser Nutzung entsprechen — ein auf Basis eines unzutreffenden Status erhaltener Steuervorteil kann bei einer Prüfung infrage gestellt werden.

    ( Quellen )

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